Review: Workshop „Kinderrechte“

Foto Christina Mildner

Am Mittwoch, den 16.08.2018 haben wir in den 4. Klassen der Grundschule Hude Süd unseren ersten Workshop angeboten. Drei Stunden lang haben sich die Schüler mit dem Thema „Kinderrechte“ auseinandergesetzt.

Zu Beginn führten wir mit einem Kurzvortrag in das Thema ein, der die Entstehungsgeschichte der UN Kinderrechtskonvention zusammenfasste.

Danach wurden in den Klassen verschiedene Übungen zum Thema durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler malten sich beispielsweise auf einer Phantasiereise aus, wie für sie das Land der Kinderrechte aussähe. Wichtig war ihnen, dass dort Frieden herrschte und ihre Familien und Freunde in der Nähe wären. Das Ganze wurde in selbst gemalten Bildern festgehalten.

Eine weitere Übung, die wir in den Klassen durchgeführt haben, war die Übung „Hasenrechte“. In dieser sollte der Entstehungsprozess der Kinderrechtskonvention spielerisch nachvollzogen werden. Die Kinder überlegten sich in kleinen Gruppen, was ein Hase bräuchte, um gesund und glücklich leben zu können. Alle gemeinsam verglichen sie als nächstes die erarbeiteten Bedürfnisse mit ihren eigenen. In diesem Schritt wurde dann der Stall zum Haus oder zur Wohnung, Futter wurde zu Mahlzeiten und der Tierarzt wurde zum Kinderarzt. Schnell wurde ihnen bewusst, dass die Bedürfnisse starke Ähnlichkeiten hatten.

Bei der Übung „Standpunkte“ sollten die Kinder entscheiden, welche Rechte tatsächlich in der UN Kinderrechtskonvention stehen und welche von uns erfunden waren. Dabei ging es uns auch darum, mit den Kindern zu erarbeiten, was eigentlich die Bedürfnisse von den Wünschen unterscheidet. Ob nette Lehrer ein echtes Kinderrecht seien, wurde besonders lang diskutiert. Am Schluss einigten sich die Schüler aber darauf, dass Lehrer keine Gewalt anwenden dürften, viele Hausaufgaben jedoch kein Verstoß gegen die Kinderrechtskonvention darstellten. Auch ein Raum voller Spielzeug wurde als erfundenes Recht entlarvt und die Kinder überlegten sich Alternativen, wie z.B. in der Natur mit Freunden spielen.

Als wir abschließend fragten, welche Rechte ihnen persönlich am wichtigsten waren, freuten wir uns sehr über die Antworten: Viele gaben an, dass ihnen Bildung und Gleichberechtigung schon in ihrem jungen Alter sehr wichtig erschienen. Das gleiche galt auch für Freizeit und ihr Recht auf Eltern.

Zusammenfassend können wir nur sagen, dass unser Workshop sehr erfolgreich war und wir viele weitere Veranstaltung in ähnlichen Formaten organisieren möchten.

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